Eine fünfzigjährige Frau rutscht aus, stürzt mit Rücken und Hinterkopf an einen Türrahmen und geht zu Boden. Sie fühlt heftigen Kopfschmerz und Schwindel. Als sie versucht, aufzustehen, merkt sie, dass ihr so schwindelig ist, dass sie liegen bleiben muss. Die herbeigerufenen Sanitäter bringen sie ins nächstgelegene Krankenhaus. Nach Ausschluss von Knochenverletzungen kann die Patientin weiterhin nicht aufstehen, Kopfschmerz und Schwindel bestehen mehrere Stunden unverändert fort. Jetzt verständigt die Patientin eine ihr bekannte Krankenschwester. Sie kommt in die Klinik, verdünnt Arnika-Essenz 1:10 in körperwarmem Wasser, taucht eine Mullwindel in das Arnika-Wasser, wringt sie aus und legt sie über das dichte Haar der Verletzten in Form einer Arnika-Kopfhaube. Darüber zieht sie noch eine Wollmütze. 15 Minuten später kann die Patientin aufstehen und auf die Toilette gehen, die Kopfschmerzen lassen rasch nach!
Ich selbst erinnere mich gut an einen Urlaub in Schweden, als mein Fuß beim Anlegen eines Motorbootes zwischen Boot und Kaimauer geriet. Innerhalb einer Stunde entwickelte ich solche Schmerzen im betroffenen Knöchel, dass ich sie kaum aushalten konnte, an Gehen war nicht mehr zu denken. Als meine Frau mir daraufhin eine Arnika-Kompresse um das geschwollene Gelenk legte, waren innerhalb weniger Minuten die Schmerzen weitgehend geschwunden; wir konnten den Urlaub am nächsten Tag unbeeinträchtigt fortsetzen.
Für jeden Urlaub, jede Bergtour, aber auch für eine Bootstour achte ich darauf, dass die Arnika „an Bord“ ist. In der Tube gibt es das Arnika-Gel und im Fläschchen die Arnika-Essenz (das praktische Wundtuch ist leider derzeit nicht lieferbar). Für die Arnika-Essenz im Fläschchen gibt es in jeder Apotheke auch einen Sprühkopf, den man auf das Fläschchen aufschrauben kann. Dieser eignet sich im Notfall, wenn es schnell gehen muss, um nach einem Sturz mit Gehirnerschütterung den Kopf einzusprühen. Auch hier ist die Wirkung deutlich spürbar.
Ein wunderbares Mittel bei Verbrennungen ist das Combudoron, eine Kombination aus Brennnessel und Arnika, die es als Essenz, Gel und Salbe zu kaufen gibt und die bei mir ebenfalls immer „an Bord“ ist. Zuhause empfehle ich, Combudoron in Herdnähe gut sichtbar bereit zu halten, damit es im Ernstfall schnell geht. Ein eineinhalb Jahre altes Mädchen kippte sich einen Liter heißen Tee über das Ärmchen, als es am herabhängenden Tischtuch zog. Bei solchen Verbrühungen entsteht rasch eine sehr schmerzhafte Rötung mit Blasenbildung der Haut. Nach sofortiger Entfernung der Kleider schossen bereits Blasen auf der Haut auf, das Mädchen schrie vor Schmerz und Schreck. Der Arm wurde in Combudoron-Lösung gepackt, was die Schmerzen sehr rasch abklingen ließ (ohne Schmerzmittel!) und das Kind beruhigte sich. Nach wenigen Stunden war die Haut bereits in einem Zustand, der keinen aufwendigen Verband mehr notwendig machte.
Und auch mir ist einmal ein Topf heißes Nudelwasser über die Hand gelaufen, die am nächsten Abend Klavier (vor)spielen sollte. Ich hielt die verbrühte Hand vier Stunden in eine Schüssel mit der kühlen Combudoron-Lösung, die mir sofort die Schmerzen nahm, und wartete, bis ich die Hand schmerzfrei aus dem Wasser nehmen konnte. Die blasenbildende Verbrühung war bereits so weit zurückgegangen, dass dem Vorspiel am nächsten Tag nichts im Wege stand.
Dieser Beitrag stammt aus der info3-Ausgabe Juli/August 2026.



