Tagung zum Drama „Friedenstragödie“ am Goetheanum
Im Januar 1935 begann der Schweizer Schriftsteller und damalige Vorsitzende der Anthroposophischen Gesellschaft, Albert Steffen, mit der Arbeit an einem neuen Drama. Am Vorabend eines neuen Weltkrieges, der mehr oder weniger offen in Deutschland vorbereitet wurde, ging Steffen den unaufgelösten Problemen nach, die der erste Weltkrieg mit dem Versailler Frieden hinterlassen und Europa eine unsichere Zukunft beschert hatte. Erstaunlich, wie sich hier ein wichtiger Repräsentant der Anthroposophie mit seiner Kunst exponierte! Das Theaterstück, in dessen Mittelpunkt der amerikanische Präsident Woodrow Wilson steht, wurde 1936 mehrfach in der Schweiz aufgeführt, aber nie am Goetheanum in Dornach. Dies geschieht nun im Rahmen von zwei Tagungen zu Steffens Stück vom 23. bis 25. Januar und vom 30. bis 31. Januar 2026 in der Schreinerei am Goetheanum, von einem inhaltlichen Rahmenprogramm begleitet. Regie hat Sighilt von Heynitz, es spielt ein freies Ensemble.
Das Stück weist erstaunliche Parallelen zur Gegenwart auf: Ein US-Präsident, der von idealistischen Beratern umgeben ist, eine Weltöffentlichkeit, die sich an Phrasen berauscht und eine Unwilligkeit, sich mit den tieferen Hintergründen des Zeitgeschehens zu befassen. Christine Engels, Gerardo Cohrs, Jens Heisterkamp, Markus Osterrieder und Claudius Weise werden versuchen, solche Hintergründe in ihren Beiträgen zu erhellen. – Red./jh
Mehr Infos:
www.albertsteffen-stiftung.ch/aktuell.html

