The Concertmaster: Musikfilm mit Heileurythmie

180 Schüler und Eltern der Freien Waldorfschule Neuwied und des kooperierenden Sinfonieorchesters des Landesmusikgymnasiums in Montabaur haben mitgewirkt an diesem Film. Gewidmet ist er „allen Musiklehrenden und jungen Musikern“ und er erzählt eine berührende Geschichte: Walter ist traumatisiert von dem sein Geigenspiel beaufsichtigenden Vater – trotzdem spielt er „magisch“ Geige, nur nicht von Noten. Nun soll er die verunfallte Konzertmeisterin des Sinfonieorchesters vertreten, was sein ganzes Leid nach oben spült.

Es bildet sich ein Kreis von Menschen um ihn, der ihn unterstützt. Dazu gehört Walters Chef, gespielt von dem erfahrenen Schauspieler Alexander Pluquett, der Musiklehrer und Dirigent des klangvoll aufspielenden Sinfonieorchesters, Winfried Vögele, der unter dem Namen Frank Schubert sich selbst spielt und auch die ansprechende Musik im und zum Film komponiert hat, und die an der Waldorfschule Neuwied tätige, ebenfalls sich selbst spielende Eurythmistin Silvia Vögele. Und dazu gibt es noch eine kleine Liebesgeschichte.

Die entscheidende Wende in Walters Not bringt die Heileurythmiebehandlung von Frau Vögele, die im Film leider nur wenige Minuten einnimmt und für Unkundige als Heileurythmie kaum zu erkennen sein dürfte. Dafür findet im Film Eurythmie, auch im Rahmen einer Schulstunde, mit großer Selbstverständlichkeit und ohne Überbau statt.

Der Film erreicht nicht ganz das Niveau einer professionellen Produktion, die Geschichte hat dramaturgische Schwächen und manches wirkt unbeholfen. Eine erfahrene Produktionsgesellschaft statt der Selfmade-Gruppe, bestehend aus Winfried und Silvia Vögele, dem Regisseur Manoj Mauryaa und dem Kameramann Eckart Reichl hätte dem Film sicherlich gut getan. Nichtsdestotrotz haben die Beteiligten ein riesiges Projekt gestemmt, das sie nie vergessen werden, und die Geschichte sowie die sympathischen Figuren bleiben auch den Zuschauern in Erinnerung. – Red./ad