Geburtshilfe in Gefahr

Weniger Geld für Beleg-Hebammen

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) warnt vor drastischen Auswirkungen der geplanten neuen Gebührenordnung für Hebammen ab 1. November 2025. Freiberuflich tätigen Beleghebammen drohen demnach Verdiensteinbußen von bis zu 30 Prozent, was mittelfristig zu Versorgungsengpässen in der Geburtshilfe führen könnte.

Eine aktuelle Erhebung im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) stützt diese Einschätzung: Mehr als 80 Prozent der Kliniken, in denen Beleghebammen arbeiten, halten es für sehr oder ziemlich wahrscheinlich, dass diese angesichts der geplanten schlechteren Bezahlung in relevanter Zahl kündigen oder ihre Tätigkeit stark einschränken werden.

Jeweils rund drei Viertel der Kliniken müssten ihr geburtshilfliches Angebot deutlich einschränken oder befürchten eine Gefährdung der geburtshilflichen Versorgung in ihrem Einzugsgebiet. Knapp 40 Prozent der Krankenhäuser mit Belegsystem gehen sogar davon aus, dass ihre Geburtshilfe schließen könnte. – DHV/Red./lk