Zu wenig Futter und zu wenig Milch wegen Hitze
Wenn auf den Weiden nur noch dürres Heu am Halm steht und Hitze nicht nur den Menschen, sondern auch den Kühen zu schaffen macht, merken Bauern wie die biodynamischen Demeter-Landwirte das prompt an der Milchleistung ihrer Kühe. Bis zu 20 Prozent weniger konnten die Schrozberger Milchbauern in Baden-Württemberg aus den Eutern melken. Dramatisch ist auch die Lage beim Futtervorrat. Da fehlt fast die Hälfte der üblichen und ausreichenden Heu-Menge. Die Vorstände der traditionsreichen Molkereigenossenschaft konnten jedoch rund 350 Tonnen Demeter-Heu aus anderen Teilen Deutschlands zukaufen. Dank der Solidarität des Bio-Fachgroßhandels wurden die Kosten gemindert, denn die Firmen Denn´s Biomarkt, Alnatura, Bodan, Bio Company, ebl, Handelskontor Willmann, Rinklin und Weiling haben Zuschüsse überwiesen. So können die Schrozberger Milchbauern ihre Herden trotz der katastrophalen Folgen des Klimawandels über den Winter bringen.
Siegfried Meyer, Vorstand der Molkerei und Demeter-Bauer, atmet wie seine Kollegen auf: „Keiner macht sich ein Bild davon, was es heißt, die eigenen Kühe nicht füttern zu können angesichts der Steppe rund um die Höfe bei extremster Hitze.“ Er betont die Bedeutung der Wertschöpfungskette von Bauern, Molkerei, Demeter-Verband und Bio-Großhandel, die gemeinsam Notschlachtungen und existenzielle Nöte auf den Höfen verhindert habe. – Schrozberger Milchbauern/Red./rh

