Strengere Regeln für Instagram & Co.
Das Europäische Parlament drängt auf deutlich strengere Regeln zum Schutz Minderjähriger im Netz. Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Abgeordneten Ende November einen Bericht, der ein EU-weit einheitliches Mindestalter von 16 Jahren für den Zugang zu sozialen Medien, Videoplattformen und KI-Begleitdiensten fordert. Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren soll der Zugang nur mit Zustimmung der Eltern gestattet sein.
Laut Untersuchungen nutzen 97 Prozent der Jugendlichen täglich das Internet, ein Viertel von ihnen zeigt ein „problematisches“ oder suchtähnliches Smartphone-Verhalten. Das Parlament warnt vor manipulativen Designelementen wie Endlos-Scrollen, automatischem Abspielen oder Belohnungssystemen. Diese Praktiken sollen künftig für Minderjährige verboten oder standardmäßig deaktiviert werden.
Zudem verlangen die Abgeordneten eine strikte Durchsetzung des EU-Gesetzes über digitale Dienste. Bei schweren Verstößen sollen Führungskräfte der Tech-Unternehmen persönlich haftbar gemacht werden können. Plattformen, die Vorgaben systematisch missachten, sollen verboten werden dürfen. Parallel fordert das Parlament wirksame Strategien zum Umgang mit neuen KI-Risiken wie Deepfakes oder manipulativen Chatbots. – EU-Parlament/Red/lk

